Ein Werbeslogan eines großen deutschen Automobilherstellers lautete einmal: „Blau macht glücklich“… Dies kann sicherlich auf die angepriesene blaue Armaturenbeleuchtung zutreffen, bei Unterwasser Fotos ist dies jedoch nicht immer gewünscht – und macht doch eher „un“glücklich.

Riesen-Drückerfisch im RAW Format aufgenommen - Marsa Alam Ägypten- ca. 20m Tiefe - unbearbeitet

Nun kann man entweder sofort in zusätzliches Licht, UW Blitzlichter oder dergleichen investieren… was zwar optimale Ergebnisse bringen würde, aber sowohl die Urlaubskasse als auch den Koffer sprengen würde- oder aber man versucht das Bild nachträglich softwaretechnisch zu verbessern.

Das Zauberwort zum glücklich werden heißt – Weißabgleich!

Den „WA“ kann man entweder unter Wasser direkt über die Kamera ausführen (je nach Kameramodell ggf. mit entsprechenden Farbkarten die UW geeignet sind) oder aber nachträglich am Rechner. Ich gehe in diesem Beitrag weder auf die Vor- Nachteile der jeweiligen Methode ein, dazu gibt es schon sehr gute Abhandlungen im Internet. Eine Anlaufstelle ist hierbei sicherlich das „UW-Foto-Video“ Forum im taucher.net. Vielmehr gehe ich auf die grundsätzliche Anwendungsmöglichkeit ein.

Diese lässt sich relativ schnell durchführen (Bearbeitungszeit pro Bild liegt bei ca. 2-3 Minuten)  und bringt schon ohne Verläufe, Ebenen usw. gute Ergebnisse. Sicherlich kann man mit noch mehr Aufwand die Ergebnisse weiter verbessern, dieser Beitrag soll aber erst einmal den Einstieg ebnen. 

Voraussetzungen:

  1. Das Foto wurde im RAW Format aufgenommen

  2. Eine Foto-Bearbeitungssoftware ist vorhanden (z.B. Adobe Lightroom oder vergleichbare Software)

  3. Die Grundfunktionen der Software sind bekannt und die Software unterstützt den Weißabgleich

  4. Das Bild sollte einige Grundvoraussetzungen für die Bearbeitung mitbringen (Helligkeit, Kontrast usw.)

Das war es auch schon. Dies reicht um mit einfachen Mittel (Pipette und Schieberegler) zu einem verbesserten Ergebnis, mit passenden Farben, zu gelangen.

Vergleich vorher/nachher

Legen wir los:

Schritt 1 ist die Anwendung eines Weißabgleiches auf das Bild….
Hierzu geht man über Entwicklung – Einstellungen – WA – Benutzerdefiniert und klickt auf die Pipette
Die Pipette kann man danach auf das Bild anwenden (ich habe das Augenlied des Riesen-Drückers als Weißabgleichspunkt benutzt).

Vor Weißabgleich
Nach Weißabgleich - ohne weitere Bearbeitung

Schritt 2 (und alle weiteren Schritte) liegen eigentlich nur noch im Auge des Betrachters, darum stelle ich auch nur kurz meine gewählten Einstellungen (Grundeinstellungen HSL wie Luminanz und Sättigung) vor, hier kann jeder seine Einstellungen anpassen.

Meine gewählten Einstellungen

Das war es dann auch schon mit dem „einfachen“ Weißabgleich.

Wer jetzt noch weitere Optimierungen vornehmen will, kann das jederzeit in Angriff nehmen. 🙂

Viel Erfolg dabei!

Andreas

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